Grand Anse vs. Anse Source D´argent – Teil 1

Morgens machen wir uns auf den Weg zum Strand Grand Anse im Südosten LaDigues. Mal wieder ist der Strand einmalig und auch die Wellen sind schön hoch und brechen gerade in der richtigen Höhe. Ein Spass 😉


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Mittags gibt es noch lecker frischen Fisch bei dem Restaurant am Strand, touristisch aber egal.

Die Kleinste der Großen: La Digue

Am Morgen ging es weg von Praslin auf die Nachbarinsel LaDigue.

Die Überfahrt dauert ungefähr eine Stunde und geht viel zu schnell vorbei. An diesem türkisblauen Wasser kann man sich gar nicht genug sattsehen.

Den Weg zum Gasthaus haben wir in dem typischen Fortbewegungsmittel, dem Ochsenkarren zurückgelegt.

Auf der Insel gibt es eine handvoll Autos, keine Taxen und alle Touristen fahren Rad. Es leben ungefähr 2000 Einheimische auf der Insel. Die Touristen laufen einem schon über den Weg, speziell wenn die Fähre ankommt, aber trotzdem nicht der Rede wert.

Wir also auch aufs Fahrrad und zur Nordspitze, von dort entlang der Ostküste wieder gen Süden, wo die Strasse endete:

Hier bin ich noch zum Strand ganz am Ende der Bucht gestiefelt, war aber irgendwie unheimlich da, stand ein abgebranntes, verlassenes Haus…
Nur die Riesenkrebse huschten immer weg, da lag bestimmt ein Schatz vergraben.

Einen kleineren hab ich vor die Linse bekommen, mein ständig lachender Freund der Einsiedlerkrebs, süüß:

Auf dem Rückweg, wir hatten Sie fast übersehen, eine Riesenschildkröte in freier Wildbahn.
Sie hatte Hunger, viel Hunger:

Echt ein Mini-Elefant:

Mondaufgang

Der Sonntagabend gestaltete sich, mit der größten Spinne die ich jemals gesehen habe, als ganz nett:

Ohne Sonnenlicht ist es auf den Seychellen ebenfalls schön:


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Anse La Blaque vs. Wetter

An diesem Tag, es ist ein Sonntag, gehen wir zum Strand Anse La Blague, dem östlichsten Strand auf Praslin.

Der Bus fährt bei gutem Wetter direkt zum Strand. Es ist immer wieder aufregend, diese altertümlichen Busse zu sehen und vor allem zu hören. Leider habe ich kein Foto gemacht… aber dazu später mehr.

Es sollte regnen an diesem Tag, das war klar. Leider war es nicht wirklich klar, dass der Bus bei nassen Strassen nicht zurückfährt…

Aber zuerst die Bilder vom Strand (von links nach rechts):

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Nicht das der Eindruck entsteht, dass wir allein am Strand waren…
links von uns lag, so gerade noch in Blickweite, 1 Pärchen 😉

Tja, und der Rückweg gestaltete sich anstrengend aber schön.

Als wir an der Bucht angelangt waren, mussten wir nur noch kurz auf die andere Seite und da Sonntag war hatten wir auch nichts anderes vor 😉

Anse Lazio – Traum oder was?

Der Strand Anse Lazio an der Chevalier Bay im Norden ist sowas wie ein Pflichtbesuch.

Wir sind mit dem Bus vom Nationalpark vorbei an Grand´Anse Richtung Norden bis zur Endstation gefahren. Nach einem 45 minütigen Fußmarsch auf einem relativ breiten Tampelpfad, sehen wir die Chevalier Bay…

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Nach einer weiteren halben Stunde haben wir es dann endlich zum Wasser geschafft.
Die Anse Lazio liegt vor uns, kaum zu glauben, denn irgendwie kann es kaum sein, dass man jetzt in der Fototapete steht.

Die Wellen sind für Anse Lazio recht strark, normalerweise liegt das Wasser still vor einem.


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An diesem Strand gibt es keine Hotels oder Gasthäuser. Sogar die beiden Restaurants haben nur bis 16 Uhr geöffnet, leider.

So mussten wir mit leerem Magen und vorallem mal wieder ohne Wasservorrat heimwärts…

Anfangs war noch alles cool, wir wanderten frohen Mutes die einzige Strasse gen Süden… Fahrradfahrer, vollbesetzte Autos haben uns überholt, alle mit anerkennenden Blicken…
Der Weg durch den Urwald nahm kein Ende, wir wussten inzwischen warum uns alle so bewunderten: elf Kilometer nach Hause.

Durch Zufall winkte ich einem Bus zu, der auch anhielt. Und der junge Seychellois hatte Erbarmen und nahm uns mit nach St. Anne.

Wir waren extrem froh, wir hätten den Weg bei Dunkelheit niemals gefunden und wir wären wahrscheinlich erst um 1 Uhr nachts angekommen.

Vallee de Mai – Nationalpark

Mitten auf Praslin ist der Vallee de Mai Nationalpark mit den auf den Seychellen einzigartigen Coco d´Mer Palmen.

Insgesamt umfasst der Nationalpark insgesamt knapp 20 Hektar Land. Ein Fluss schlängelt sich durch die riesigen herumliegenden Felsen.

Und für seychellische Verhältnisse ist es recht frisch unter den Palmen:
ca. 26 Grad.

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Das ist der Schoß der weiblichen Coco D´Mer, die männlichen Pflanzen sehen ähnlich typisch aus 😉

Busse auf Praslin

Auf Praslin gibt es soweit ich weiß 4 Buslinien, die um die Insel, bzw. Abkürzungen nehmen…

Die Fahrpläne sind sehr gewöhungsbedürftig, aber der Preis für eine Fahrt, egal wohin und wielang, sind 3 Rupees, ca. 30 Cent.

Das sind echt kultige Busse:

Taxis hingegen haben deutsches Großstadtniveau. Vom Jetty in den Nationalpark mussten wir 10 Euro berappen, naja nobel geht die Welt zugrunde 😉

Cascade – der einzig richtige Wasserfall

Wir hatten uns, nachdem wir uns umgezogen hatten, dafür entschieden zu dem einzig richtigen Wasserfall auf Mahé zu gehen.

Wir folgten der Beschreibung im Reiseführer, waren dann allerdings nach 1 km auf uns alleine gestellt, da wir nichts wiedererkannt haben. Der Ort Cascade in dem wir uns befanden ist nicht sonderlich groß, so gingen wir in der Mitte des Ortes eine Straße links ins Landesinnere. Die Straße ging immer weiter bergauf und wurde irgendwie immer steiler. Ingendwann befanden wir uns auf einem kleinen Plateau, wo die Straße endete.

Wir hörten den Wasserfall und fragten einen Seychellois nach dem Weg zum Waterfall.

Er zeigte uns einen Trampelpfad an einer Wasserleitung entlang. Und wir, natürlich frohen Mutes gleich einen Wassefall zu Gesicht zu bekommen, sind diesen auch entlang gegangen. Immer weiter in den Urwald, immer schmaler wurde der Pfad und immer steiler der Berg.

Wir hörten immernoch den Wasserfall.

Aber schließlich, nachdem wir wirklich nicht weiterkamen (in Flip-Flops und hochhackigen Sandalen) kehrten wir schließlich um.
Auf der Strasse angekommen, fragte uns ein Seychellois ob wir den Wasserfall suchen. Er sagte uns wo es langging. Schließlich trafen wir noch ein Pärchen aus der Nähe von Frankfurt, die ebenfalls den Wassefall suchten.

Zusammen liefen wir extrem viele und total unterschiedlich hohe Treppenstufen hoch, bis uns zwei Hunde daraufhinwiesen, dass wir wohl falsch sind.
Der Sohn des Hauses, wollte uns den Weg erklären, winkte aber denn doch ab. Er kam einfach mit.

Jetzt sind wir mit Ihm bestimmt nochmal 30 Minuten bergauf gestiegen…
Wir litten, wir hatten selbsverständlicherweise kein Wasser mit.

Aber dann, wir waren da. Es war wunderschön. Der Junge sprang kopfüber in das Becken in das der Wasserfall fiel, schwamm unter ihm durch und setzte sich schließlich auf einen Baumstamm zum trocknen und wartete…

Das ist echt unglaublich, wie paradiesisch es hier ist. Und für Ihn ist es der ganz normale tägliche Struggle.

Zufälligerweise drückte ich auf dem Auslöser, als er gerade sprang.

Irgendwann sind wir wieder runter, haben noch kurz was beim Flughafen getrunken und sind dann mit dem Taxi zum Fähranleger nach Viktoria gefahren.


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Die Fähre, der Cat-Cocos, eine Art Katamaran fährte ungefähr eine Stunde von Mahé nach Praslin. Im Fahrgastraum, ist es kalt wie im Kühlschrank, daher stehen wir draußen und lassen uns vom Salzwasser bespritzen.

Auf Praslin wartete schon ein Agent des Reiseveranstalters, der uns zum Gasthaus fuhr. Komisch sowas…
Vorallem, weil wir zufuß wahrscheinlich schneller gewesen wären.
Unsere Unterkunft ist in der Nähe vom Jetty.

Die Seychellois lieben es kühl

Ebenso die heimische Fluggesellschaft „Air Seychelles“, die den Flug ab Paris übernommen hat.

Insgesamt war der Flug recht amüsant, vorallem wenn man die freundlich zurückhaltenden Stewardessen im Umgang mit überheblichen „Neureichen Russen“ beobachten konnte.

Es dauerte nicht lange, bis uns eine Flugbegleiterin fragte, ob wir es „hier neben den ‚Russenweibern‘ aushalten, in Flugzeug sei noch genug Platz…“

Der Landeanflug war suuperschön, weil selbst Mahe, die größte Insel so klein im Indischen Ozean ist, dass man das Gefühl hat auf Wasser zu landen – wenn man nur nach rechts schaut 😉

Im Flugzeug war die Klimaanlage normal kalt eingestellt.
Ab jetzt sollten wir keine Kälte mehr haben, was sich auch sofort bemerkbar machte: bestimmt 28 Grad warm war es und das um 8 Uhr morgens.